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Zahnlose Germania enttäuscht im Derby
28.02.2016 - 18:19 von Micha


Zahnlose Germania enttäuscht im DerbyGeschrieben von: Jens Grundmann

Germanias Gegner am 17. Spieltag hieß Askania Ballenstedt, die Gernröder wollten das unglückliche Ausscheiden in Rieder im Pokal vergessen und im nächsten Derby als Sieger vom Platz gehen. Gernrodes Trainer Steffen Morzinek musste einige Umstellungen zur Vorwoche vornehmen, so dass Steve Bothe und Vincent Pätow das heutige Sturmduo bildeten.

Das Spiel begann verhalten, beide Mannschaften wollten auf dem schwer zu bespielenden Boden erst einmal Sicherheit in ihr Spiel bekommen. Das gelang den Askanen besser und sie starteten die ersten Angriffsversuche auf das Germanen Tor von Kevin Schulze. In der 10. Minute bekamen die Askanen einen Freistoß zugesprochen, Max Buschhorn schlug den Ball lang auf's Gernröder Tor und der Ball senkte sich, zur Verwunderung von Schulze hinter ihm in die Maschen, es stand 0:1.

Das gab den Ballenstedtern einen Schub und sie erspielten sich klare Feldvorteile. Bei der Germania lief kaum etwas zusammen, Pässe wurden ungenau gespielt und auch im Zweikampfverhalten war man zu pomadig. Die Folge war das 0:2 (35. min) durch Sebastian Dorst, der Ballenstedter Kapitän kam, nach einem Fehler von Steffen Lilienthal, im 16er zum Schuss und ließ Germanen Keeper Schulze keine Chance. Die Askanen blieben weiter am Drücker und Gernrode ließ weiter ein geordnetes Spiel vermissen, kam aber einmal gefährlich vor das Tor von Ballenstedts Schlußmann Schellhase. Steve Bothe köpfte den Ball in der 41. Minute knapp über das Gehäuse. So ging Gernrode mit einem 2 Tore Rückstand in die Kabinen.

Die Germanen Fans waren sich in der Pause einig, ihr Team war zu ungefährlich und nicht bissig genug. Enrico Nobbe, Abteilungsleiter der Germanen Handballer, meinte: "Ballenstedt führt bis hierhin verdient."

Zu den zweiten 45 Minuten kamen die Gernröder druckvoller auf den Platz, so schien es auf jeden Fall. Kapitän Marcel Zinke und Tobias Richter versuchten die Ballenstedter Abwehr unter Druck zu setzen. Doch es war nur ein Strohfeuer, nach 10 Minuten hatte Askania Ballenstedt das Spiel wieder im Griff. Die Germania fiel wieder in die alte Lethargie der ersten Halbzeit zurück und ließ die Askanen schalten und walten. Das nutzte Christian Reuß und erhöhte zum 0:3 (65. min). Nun verwaltete Ballenstedt denn Vorsprung und Gernrode fiel nicht viel ein. Erst zum Ende der Partie wollte Germania wenigstens das Ergebnis besser aussehen lassen. Tobias Richter konnte dann auch in der 80. Minute zum 1:3 verkürzen und erst jetzt folgte so etwas wie ein Weckruf für Gernrode. In der 84. Minute setzte sich wiederum Richter gut durch umd umkurvte Torhüter Schellhase, wurde aber zu weit abgedrängt, so dass er nicht abschliessen konnte. Er behielt aber die Ruhe und hatte das Auge um auf Marcel Zinke abzulegen, doch der verzog völlig frei aus 10 Meter. Es blieb bis zum Schluß beim 1:3 und Gernrode verlor somit das zweite Derby hintereinander.

Abteilungsleiter Michael Clemens war sichtlich enttäuscht: "Leider zeigten wir nicht die Leistung der letzten Woche aus dem Pokalspiel, man kann Ballenstedt zum verdienten Sieg gratulieren." Die Germania war fast das gesamte Spiel den Ballenstedtern kämpferisch, aber auch spielerisch unterlegen. Es war kein Biss im Spiel und man wirkte matt. Auch wenn die Platzverhältnisse alles andere als optimal waren, kann das nicht die schwache Leistung erklären oder als Entschuldigung gelten. Man muss die beiden Niederlagen hintereinander wegstecken und im nächsten Spiel zu alter Form finden, sonst kommt man vielleicht noch den Abstiegsrängen bedrohlich nah.

Gernrode: Schulze, Matusch, Pätow (53. min Ullrich), Bothe (75. min Göpel), Piontek, Krull, Richter, Franke, Zinke, Lilienthal, Klimow

Ballenstedt: Schellhase, Ose, Schubert, Zeißig, Buschhorn, Jäger (89. min Sparing), Reuß, Fesser, Dorst, Giese (65. min Große), Bartnitzki
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