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Indisponierte Germanen gehen gegen Ballenstedt unter
11.12.2016 - 18:39 von Grunz


Indisponierte Germanen gehen gegen Ballenstedt unterNachdem es ein langes hin und her um den Spielort des Derbys gegen Ballenstedt gab, kam es nun auf dem Quedlinburger Moorberg zum Aufeinandertreffen der beiden Teams aus dem Altlandkreis Quedlinburg. Gernrode wollte nach der unfreiwilligen Pause durch den Ausfall der letzten Partie jetzt weiter im oberen Drittel der Tabelle bleiben und die Askanen aus Ballenstedt punktemäßig nicht enteilen lassen. Ballenstedt bot in den letzten Spielen starke Leistungen und wollte ihrerseits dem Herbstmeister aus Rieder auf Tuchfühlung bleiben.

Die Partie begann verhalten auf dem schwer zu bespielenden Platz auf dem Moorberg. Der erste Schuss auf ein Tor kam von den Askanen, Sebastian Dorst prüfte Julian Nebe im Germanen Tor (6.). Kurze Zeit später waren dann die Gernröder dran, Rick Bunzel's Schuss ging knapp über das Gehäuse (9.). Germania verschaffte sich nun ein leichtes Übergewicht des Ballbesitzes. Ein Pass von Sven Fiebig erreichte Rick Bunzel, dieser zog auf den kurzen Pfosten ab, doch Ballenstedts Keeper Marko Schellhase konnte zur Ecke klären (18.). Auch in der nächsten Szene konnte Schellhase parieren, dieses mal gegen Manuel Franke der im 16er zum Schuss kam (20.). Die darauf folgende Ecke trat Steffen Lilienthal, sie wurde von der Ballenstedter Abwehr an die Strafraumgrenze geköpft, der Ball kam zu Rick Bunzel, der sofort abzog und sein Ball wurde noch von Sven Fiebig unhaltbar ins Tor zum 1:0 abgefälscht (21.). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient und die Germanen Fans hofften, dass es so weiter geht. Das schien auch kurz nach der Führung auch so, nach einer Flanke konnte Michael Umgelder den Ball verlängern und Tobias Richter kam zur Schusschance, er traf aber den Ball nicht richtig und so ging der Ball leider am Tor vorbei (24.). Danach kam aber Ballenstedt besser ins Spiel und so kam in der 31. Minute Christian Reuss an den Ball, er setzte sich gegen die etwas sorglos wirkende Abwehr durch und glich zum 1:1 aus. Jetzt hatten die Askanen Oberwasser und hatten in der 34. Minute ihre nächste Gelegenheit. Ein Freistoss von Vincent Fesser konnte Julian Nebe gerade noch an den Pfosten lenken und auch den Nachschuss von Toni Richter hielt der Gernröder Schlussmann sehr gut. Ballenstedt blieb am Drücker und setzte die Gernröder Abwehr immer mehr unter Druck, die weiter zu pomadig im Zweikampfverhalten war, die Folge war das 1:2 von Nick Dünnhaupt in der 35. Minute, sein Schuss wurde unhaltbar ins Tor abgefälscht. Kurz vor der Halbzeit hatten dann die Germanen dann noch die Chance zum Ausgleich, eine Gernröder Flanke wurde von der Ballenstedter Abwehr vor die Füsse von Manuel Franke geköpft, der spielte den heraus eilenden Torwart aus, doch sein Schuss wurde kurz vor der Linie von einem Feldspieler gerettet. So bileb es zur Halbzeit bei der Fürhung für die Askanen.

Zur zweiten Hälfte brachten die Gernröder Marcel Zinke für Youssouf Ademola Nassirou ins Spiel, der hatte auch die erste gute Möglichkeit in der 51. Minute, sein Schuss aus 20 Meter ging nur knapp über das Ballenstedter Tor. Gernrode wollte so schnell wie möglich den Ausgleichstreffer erzielen, die Gelegenheit dazu gab es in der 57. Minute nach einem Tobi Richter Freistoß. Richter schlug den Ball auf Lukas Schulze, dieser ließ den Ball abtropfen und Steffen Lilienthal zog ab, der Schuss ging hauchdünn am Pfosten vorbei. Gernrode versuchte zwar das Ballenstedter Tor unter Druck zu setzen, doch die Germanen taten sich recht schwer. Ballenstedts Abwehr hatte oft keine große Mühe den Ball zu klären, denn Gernrode versuchte es immer wieder auf diesem tiefen Boden mit Kurzpassspiel, doch der Ball wurde oft ungenau oder geschuldet durch den Boden zu kurz gespielt. Anders Askania, sie klärten die Bälle hoch von hinten heraus und setzten somit bei diesem Platzverhältnissen auf das richtige Mittel. Denn diese Bälle brachte die Gernöder Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten. Solch ein Ball erreichte in der 63. Minute Andreas Jäger, er konnte von rechts auf Julian Nebe zulaufen und vergab nur knapp neben das Tor. Im Gegenzug zeigte Rick Bunzel Willenskraft im Zweikampf, er setzte sich gut gegen seinen Gegenspieler durch, Torwart Schellhase war schon geschlagen, doch auch dieser Ball wurde vor der Torlinie geklärt (65.). Trotzdem war das Gernröder Offensivspiel auf diesen Boden viel zu kompliziert und Ballenstedt ließ relativ wenig anbrennen. Eine der in dieser Phase wenig richtig gefährlichen Aktionen für Gernrode hatte dann in der 76. Minute Manuel Franke, er scheiterte aber er am gut haltenden Schellhase im Askanen Tor. Schellhase war es dann auch, der die Entscheidung in diesem Spiel einleitete. Ein Abschlag vom Ballenstedter Keeper ging lang auf Sebastian Dorst, Gernrodes Abwehrspieler Benjamin Krull unterschätzte diesen Ball fatal, Dorst war alleine durch und ließ Julian Nebe keine Chance, es stand 1:3 in der 77. Minute. Gernrode war in den letzten Minuten völlig von der Rolle und so konnte Christian Reuss in der 89. Minute auch noch das 1:4 erzielen, was gleichzeitig der Endstand war.

Gernrode zeigte sich völlig indisponiert und machte es Ballenstedt relativ einfach Tore zu erzielen. Trainer Mario Walter sagte nach dem Spiel: "Wir sind wieder einmal auf schweren Boden untergegangen. Irgendwie bekommen wir es einfach nicht hin konstante Leistungen zu zeigen." Ballenstedts Trainer Giese war sehr zufrieden mit seinem Team: "Meine Mannschaft hat heute sehr gut gespielt, für uns ist es sehr gut gelaufen." Gernrode zeigte zum wiederholten mal, dass man mit seiner Spielweise bei solchen Bodenverhältnissen das völlig falsche Mittel einsetzt und dadurch gegen Gegner die klar hinten raus spielen unterlegen ist. Damit wird man über einem Mittelfeldplatz in der Tabelle nicht hinaus kommen.

Germania: Nebe, Ademola Nassirou (46. Zinke), Krull, Richter, Franke (78. Brand), Umgelder, Bunzel, Lilienthal (60. Ohms), Klimow, L. Schulze, Fiebig
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