SV Germania Gernrode e.V. » Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift
SV Germania Gernrode e.V.

Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift
27.09.2017 - 21:34 von Micha


Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeiftGeschrieben von: Maik Roßmeyer

Am 4. Spieltag in der Landesliga musste sich die C-Jugend beim SV 09 Staßfurt mit 2:1 geschlagen geben. Trotzdem großes Kompliment an die Mannschaft, weil sie nach dem 2:0 Rückstand bereits nach sieben Minuten nicht auseinander brach und sich gegen die abzeichnende Niederlage vehement stemmte. Dabei mussten gleich mehrere verletzte Stammkräfte schon in der ersten Halbzeit kompensiert werden. Den verdienten Anschlusstreffer erzielte Max Richter.

Am 5. Spieltag ging es zum aktuellen Tabellenschlusslicht, zum SV Lok Aschersleben e.V. Von Beginn an übernahmen die Germanen das Spiel und erspielten sich mehrere Torchancen. Nach 20 Minuten wurde ein Abstoß von Lok im Mittelfeld abgefangen und sofort auf Umkehrspiel geschalten. Der Ball kam zu Willam Zech ins Sturmzentrum. Der nahm den Ball gekonnt mit, ließ die Gegenspieler stehen und lupfte über den Torwart zur 1:0 Führung ein. Nur 9 Minuten später eine ähnliche Situation. Tim Langer fing den schlechten Abstoß von Lok ab, Querpass durch den Strafraum auf rechts zu Max Richter und der hämmerte den Ball aus 16 Metern satt zum 2:0 ein. Bis zur Pause hätte die Führung noch deutlicher ausfallen können, allein die Chancenverwertung war zu bemängeln.

Kurz nach dem Seitenwechsel war nach einer Schiedsrichterentscheidung ein angeregter Gesprächsbedarf zwischen dem Referee und unserem Trainerstab fällig, die einen Platzverweis des Co. Trainers und einen Sonderbericht durch den Schiedsrichter zur Folge hatte. Was war passiert? Langer Ball auf den Mittelstürmer von Lok. Da dieser sich bei der Ballabgabe bereits rund 3 Meter hinter der Abwehrkette von Germania befand, war für alle neutralen Beobachter ein Abseitspfiff als logische Konsequenz erwartet wurde. Der Schiedsrichter, der schon durch einige fragwürdige Entscheidungen an diesem Spieltag auffiel, war anscheinend der einzige, der das nicht so gesehen hatte und so konnte der Lok-Stürmer ungehindert und allein aufs Tor zulaufen und zum 2:1 Anschluss einnetzen.

Nach beschriebener Unterbrechung ging es frustriert weiter. Die Abwehr war nun vollends verunsichert und fahrig. Aschersleben versuchte es in der Folge immer wieder mit langen Bällen die laufstarken Stürmer, um die Germania auszukontern. Schwerstarbeit für Torwart Kevin Gröschler, der mit guten Aktionen Gernrode die nunmehr knappe Führung bewahrte. In dieser Zeit war auch wenig Entlastung nach vorn. Zu viel ging das Spiel durch die Mitte und man kam gegen die tief stehenden Ascherslebener nicht mehr durch.

Erst kurz vor Schluss konnte Gernrode den verlorenen Spielfluss wieder finden und Lok in den Griff bekommen. 2 Minuten vor Spielende erkämpfte sich Aaron Vincentini im Mittelfeld den Ball, setzte sich energisch in den Strafraum durch und überwand auch noch den herauseilenden Torwart zum 3:1 Endstand. Am Ende 3 Punkte und abhaken!
Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben