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Ein Punkt, der aber keinen glücklich macht
02.10.2017 - 16:47 von Grunz


Ein Punkt, der aber keinen glücklich machtAm 6. Spieltag der Harzoberliga empfingen die Germanen den Aufsteiger vom TSV Langeln. Nachdem man sich in der Vorwoche noch in der Nachspielzeit einen Punkt nach großem Kampf sicherte, wollte man nun natürlich 3 Punkte im Hagental behalten.

Die ersten 15 Minuten der Partie waren geprägt vom abtasten beider Mannschaften. In der 17. Minute wurde es zum ersten mal spannender, als Steffen Lilienthal einen Lucas Ullrich Freistoß aus 18m auf das Langelner Tor schoss, sein Versuch ging knapp über die Latte. Eine Minute später war dann Rick Bunzel frei durch, doch er scheiterte am TSV Keeper Henry Lisowski. Gernrode blieb am Drücker, nach einem Marcel Zinke Freistoß wuchtete Michael Umgelder den Ball per Kopf Richtung Tor, Torwart Lisowski konnte noch reagieren, doch Dennis Wilhelm schaltete am schnellsten und drückte den abprallenden Ball über die Linie zum 1:0 (24.). Langeln kam erst nach 27 Minuten zur ersten guten Aktion, Nicola-Julian Harms versuchte es aus der Distanz, doch sein Schuss war kein Problem für Julian Nebe im Germanen Tor. Gernrode blieb aber spielbestimmender und Steffen Lilienthal versuchte es erneut aus gut 20m, aber auch hier verfehlte der Schuss das Tor nur knapp (28.). Den Torschrei schon auf den Lippen hatten die Germanen bei einem Schuss von Sebastian Brand, doch leider ging der Ball an das Lattenkreuz (39.). So ein wenig schienen die Germanen mit dem Kopf schon in der Kabine, denn nach einem Freistoß kam Sebastian Göbel völlig frei zum Kopfball und erzielte den Ausgleich zum 1:1 (42.). In der 43. Minute hätte Gernrode gleich antworten können, Jawad Ahmadi schickte Sebastian Brand auf die Reise, aber er scheiterte am Keeper. Die Halbzeit war aber auch jetzt noch nicht vorüber, auch auf der anderen Seite wurde Langelns Christopher Göbel geschickt, er umspielte den heraus eilenden Julian Nebe und vollstreckte zum 1:2 (45.). Das war ein Schock für Gernrode mit dem Halbzeitpfiff und man musste mit einem Rückstand in die Pause gehen.

Halbzeit 2 begann fast wie die erste aufgehört hat, wieder kam Langelns Christopher Göbel zum Zug, er versuchte es ein zweites Mal mit einem Schuss die Führung für den Gast auszubauen, doch Nebe und seine Vorderleute verhinderten dies. In der 55. Minute kam dann der Weckruf für die Germania, Steffen Lilienthal zog aus 30m ab und überraschte damit Langels Lisowski im Tor, sein Schuss schlug unter die Torlatte zum 2:2 ein. Jetzt hatten die Germanen Oberwasser, nach einer schönen Kombination zwischen Dennis Wilhelm und Rick Bunzel scheiterte letzterer aus guter Position am Torwart (63.). Weiter ging es in der 68. Minute und da war es wieder der Distanzschütze vom Dienst Steffen Lilienthal aus knapp 20m, doch jetzt war TSV Keeper Lisowski auf dem Posten. Nach 70. Minuten setzte sich dann Mario Pose sehr schön über links durch, sein Pass auf den heran stürmenden Steffen Lilienthal wurde gerade so noch abgewehrt. Jetzt kam Germania in Fahrt und nach einem Zusammenspiel zwischen Steffen Lilienthal und Michael Umgelder konnte Umgelder den verdienten Führungstreffer zum 3:2 erzielen (72.). Langeln wurde jetzt hinten reingedrückt und die Germanen erarbeiteten sich eine Doppelchance, nach einem Einwurf scheiterte Rick Bunzel am Torwart und die anschließende Flanke konnte der völlig freie Dennis Wilhelm nicht mit dem Kopf im Tor unterbringen (77.). In der 78.Minute dann eine sehr umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Carsten Gacksch, nach einem Zweikampf zwischen Sebastian Brand und Langelns Ingolf Geßler zückte der Unparteiische Rot für den Germanen. Angeblich soll Brand eine Tätlichkeit begangen haben, doch nach dem Spiel sagte auch Geßler, das da eigentlich überhaupt nichts war. Doch auch in Unterzahl hätten die Hausherren den Sack in der 86. Minute zu machen müssen, Michael Umgelder setzte sich noch einmal über links durch, passte in die Mitte, doch leider schiebt Dennis Wilhelm den Ball am Tor vorbei. Und so kam es, wie es fast immer kommt und Langeln schaffte in der 88. Minute durch einen Kopfball von Nicola-Julian Harms den 3:3 Ausgleich und gleichzeitigen Endstand.

Nach der Partei waren die Germanen nicht glücklich über den Punkt. Abteilungsleiter Michael Clemens sagte: „Unsere Chancenverwertung war heute wieder einmal der Knackpunkt. Klar war die Rote Karte ärgerlich, doch wir hätten vorher schon den Sack zu machen müssen.“ Auch Lucas Ullrich äußerte sich ähnlich: „Wir müssen einfach unsere guten Chancen nutzen, dann behalten wir auch die Punkte.“ Mannschaftsbetreuer Lars Kollmann meinte: „Letzte Woche haben wir uns über den erkämpften Punkt gefreut, heute haben wir 2 Punkte liegen lassen.“

Die nächste Partie steigt schon am Dienstag, um 14 Uhr ist dann die zweite Vertretung von Einheit Wernigerode zu Gast im Hagental.

Germania: Nebe, Clemens, Bunzel, Pose, Umgelder, Zinke, Ullrich, Lilienthal, Wilhelm, Ahmadi (65. Pätow), Brand
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