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Germanen leiten Niederlage selber ein
16.10.2017 - 17:37 von Grunz


Germanen leiten Niederlage selber einAm 8. Spieltag mussten die Germanen zum Angstgegner nach Hasselfelde reisen. In den letzten Jahren tat man sich immer schwer, bei den Grün Weißen etwas zählbares mit ins Hagental zu nehmen. Beide Teams stehen im oberen Drittel der Harzoberliga, mit einem Sieg kann man sich oben festsetzen.

Die ersten Akzente der Partie lieferte die Germania, Tobias Richter setzte sich gut in der Mitte durch und stand allein vor Hasselfeldes Torwart Conny Lorenz, doch sein Abschluss ging am Tor vorbei (5.). Gernrode blieb die bessere Mannschaft, nach 8 Minuten versuchte der wiedergenesenne Lukas Schulze mit einem Fernschuss zum Erfolg zu kommen, doch auch sein Versuch war noch zu ungefährlich. In der 13. Minute gab es dann Einwurf für Gernrode von der rechten Seite, Michael Umgelder warf den Ball bis in den Fünfer und Tony Steinert war per Kopf zur Stelle und erzielte das 0:1. Gernrode blieb am Drücker und wollte das zweite Tor nachlegen, nach einem Freistoß von Mario Pose kam Michael Umgelder am langen Pfosten an den Ball, doch sein Schuss auf den kurzen Pfosten konnte Lorenz gerade noch klären (15.). Nach 21 Minuten legte Tobias Richter, nach einem langen Ball, per Kopf auf Manuel Franke ab, auch sein Schuss ging am Tor vorbei. Germania hatte zwar das Spiel, bis hier hin, im Griff, doch man verpasste wieder einmal einen weiteren Treffer zu landen. Nach einem leicht verlorenen Ball von den Germanen im Mittelfeld kamen die Grün Weißen an den Ball, ein langer Pass in Richtung Gernrodes 16er sah eigentlich recht ungefährlich aus, Tony Steinert und Keeper Kevin Schulze zögerten ein wenig, wer zum Ball geht, in diesem Moment kreuzte Hasselfeldes Torjäger Sebastian Teege den Laufweg von Steinert und kam zu Fall, obwohl Schulze den Ball jetzt sicher hatte. Schiedsrichter Danilo Köhler entschied sofort auf Strafstoß, eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Den fälligen Elfer verwandelte Christoph Schulz dann sicher zum 1:1. Jetzt wackelten die Germanen. In der 39. Minute Freistoß für Hasselfelde, der Ball wird hoch herein gegeben, Kevin Schulze springt durch die tiefstehende Sonne am Ball vorbei, Nico Höffgen kratzte den Ball noch von der Linie, doch der Nachschuss von Robert Schulz wurde von ihm über die Linie gedrückt. Proteste der Gernröder, dass das Spielgerät nicht im vollen Umfang hinter der Linie war brachte nichts, denn Linienrichter Norbert Michael signalisierte sofort auf Tor. Und so stand es auf einmal 2:1 für die Hausherren. Gernrode war kurz vor der Halbzeit jetzt völlig von der Rolle und man schwächte sich dann auch noch selbst, denn Tobias Richter sah in der 43. Minute glatt Rot. Nach guten 30 Minuten ging die Germania jetzt mit einem Rückstand und einem Mann weniger in die Pause.

Die zweite Hälfte begann dann wieder nicht so glücklich für Gernrode, nach einem Fehlpass war Christoph Schulz in guter Position, doch sein Schuss ging knapp über die Latte. Die Germanen wollten aber noch nicht aufgeben, in der 57. Minute kommt Manuel Franke im 16er zum Schuss, Grün Weiß Keeper Lorenz war aber auf dem Posten. Auch in der 65. Minute stellte sich Gernrode nicht Glücklich an, wieder kam der clevere Sebastian Teege an den Ball, Florian Clemens war einen Schritt zu spät und traf Teege im Genröder 16er. Schiedsrichter Köhler blieb nichts anderes übrig, als wieder auf den Punkt zu zeigen. Christoph Schulz trat zum 2. Mal an und verwandelte zum 3:1. Hasselfelde konnte das Speil jetzt an sich reissen und nach 76. Minuten hätte Sebastian Teege den nächsten Treffer erzielen müssen, doch er vergab völlig frei vor dem Tor. In der 78. Minute der nächste Rückschlag für Gernrode, nach einem Angriff verletzte sich Tony Steinert so schwer, dass er nicht weiter spielen konnte und in Klinikum nach Quedlinburg gebracht werden musste. Gernrodes Manko war aber, dass man nur 2 AW’s mit hatte und beide schon im Spiel waren, also ging es jetzt mit 2 Mann weniger weiter für die Gäste. Hasselfelde war immer über den gefährlichen Sebastian Teege in der Schlussphase gefährlich, doch in der 85. Minute scheiterte dieser am gut herauslaufenden Kevin Schulze. Das war dann auch die letzte nennenswerte Aktion im Spiel und nach 1 Minute Nachspielzeit pfiff Schiri Köhler die Partie ab.

Nach dem Spiel sagte Abteilungsleiter Michael Clemens: „Wieder einmal fahren wir mit leeren Händen aus Hasselfelde weg. Die rote Karte hat uns heute auf die Verliererstraße geführt. Bitter ist die Verletzung von Tony Steinert, dem ich gute Besserung wünsche und hoffe, dass es ihn nicht allzu schwer erwischt hat.“ Trainer Steffen Morcinek war sichtlich enttäuscht: „Es ist bitter wie wir hier verloren haben und das wir Tony Steinert jetzt länger ersetzen müssen.“

Leider konnte die Germania die sehr gute erste halbe Stunde nicht über 90 Minuten fortsetzen. Man brachte sich selber um den Lohn, wieder einmal blieb Hasselfelde der Angstgegner der letzten Jahre.

Germania: K. Schulze, Dömel, Höffgen, Pose (54. Clemens), Richter, Franke, Umgelder, Wilhelm (63. Ahmadi), Ullrich, L. Schulze, Steinert
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