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Vom Winde verweht
19.11.2017 - 15:48 von Grunz


Vom Winde verwehtAm 12. Spieltag der Harzoberliga reisten die Germanen zum Tabellennachbarn nach Heudeber. Beide Teams haben Kontakt nach oben und wollten diesen auch behalten. Die Wetterverhältnisse auf den Platz in Heudeber waren alles andere als günstig, eine kräftige Briese fegten über den Rasen und sollte mehr vom Zufall als von geplanten Fussballspiel geprägt sein.

So begann die erste Hälfte mit einem Vorteil für Heudeber, begünstigt durch den Rückenwind. In Minute 8 kam Robert Steinecke nach einer Ecke mit dem Kopf an den Ball, Germanias Keeper Steve Bothe hielt diesen Kopfball aber glänzend. Danach passierte erst mal eine Weile nichts konstruktives auf beiden Seiten. Weder die windbegünstigten Gastgeber, noch die Germanen brachten bei diesem Sturm etwas gewollt gefährliches auf die Tore. Erst in der 43. Minute tauchte auf einmal Genrodes Stürmer Sebastian Brand völlig allein vor Heudebers Torwart Sven Reinhardt auf, doch der Germane konnte diese 100 prozentige Chance im Tor unterbringen, er schoss den Torwart an. Im Gegenzug hatte dann Gernrode Glück, als ein Schuss von Heudebers Christoph Schönfelder am Innenpfosten landete und von da wieder heraussprang. Mehr passierte dann nicht mehr und so ging man torlos in die Pause.

Auch die 2. Halbzeit gestaltete sich nicht anders, fast alles war auf den Zufall zurückzuführen. Gewolltes Passspiel oder präzise Flanken waren bei diesem Wetter überhaupt nicht möglich. So kam die erste Chance für Gernrode auch eher zufällig zu stande, Manuel Franke kam in der 48. Minute zum Schuss, sein Ball ging aber am rechten Pfosten vorbei. In der 58. Minute startete Heudeber einen Angriffsversuch, Robert Steinecke flankte eher aus Verlegenheit in die Mitte, der Ball wurde immer länger und senkte sich über Steve Bothe ins Gernröder Tor. Das 1:0 kam völlig überraschend und war eher glücklich. Gernrode versuchte danach das Heft in die Hand zu nehmen, doch man spielte trotz Rückenwind zu kompliziert. Anstatt einmal aus der 2. Reihe abzuziehen versuchte man es fast immer im Kurzpassspiel oder mit hohen Flanken, die natürlich bei diesem Wind überhaupt nicht berechenbar waren. In der 80. Minute ein langer Abschlag von Steve Bothe, der nach vorn beorderte Nico Höffgen verlängerte per Kopf auf Michael Umgelder, dieser schickte Sebastian Brand, aber auch jetzt scheiterte der Gernröder an Heudebers Keeper. Germania warf in der Schlussphase alles nach vorne, sogar Torwart Bothe ging jetzt mit in den Angriff, doch Heudeber konnte einen langen Ball abfangen und so konnte Michael Perplies zum endgültigen aus für Gernrode und zum 2:0 abschliessen. Negativer Moment in der Nachspielzeit war ein grobes Foul an Germanias Lukas Schulze, der darauf hin aus dem Spiel musste. Die Germanen wünschen ihm gute Genesungswünsche und hoffen, dass er bald wieder fit ist und dem Team zur Verfügung steht.

Nach der Partie meinte Trainer Steffen Morcinek: „Leider haben wir in der zweiten Hälfte nicht das umgesetzt, was wir in der Pause besprochen haben. Nach dem 0:0 der ersten Hälfte, bei diesem Gegenwind, hätten wir hier nicht verlieren müssen.“

Das nächste Spiel der Ersten ist bereits am folgenden Freitagabend in Thale, Anstoß ist unter Flutlicht 18.30 Uhr.

Germania: Bothe, Matusch (83. Westphal), Clemens (66. Schlifter), Dömel, Höffgen, Ahmadi, Franke, Umgelder, Ullrich, Schulze, Brand
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