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Germanen schlagen sich im Derby selber
02.05.2018 - 16:27 von Grunz


Germanen schlagen sich im Derby selberNachdem die Germanen am Samstag beim Tabellenführer der Harzoberliga einen Punkt erspielt hatten, mussten sie am 1. Mai zum Nachholer zum Derby nach Rieder. Gernrode ist seit November ungeschlagen und wollte die Serie fortfahren, um näher nach oben zu rücken. Auch Rieder wollte wieder nach oben schauen und seine Sieglosserie beenden, dass würde natürlich im Derby gerade recht kommen.

Die Germanen begannen die erste Viertelstunde gleich bestimmend, der Ball lief und Rieder fand noch nicht ins Spiel. In der 9. Minute hatte Sebastian Brand die erste gute Möglichkeit doch sein Nachschuss ging im Gewühl am Tor vorbei. In der 16. Minute versuchte Gernrode von hinten das Spiel aufzubauen verlor aber den Ball, erst erlief sich Nico Höffgen das Spielgerät noch, doch dann vertändelte er den Ball im Zweikampf mit Rieder’s Sturmspitze Christoph Lindenberg, dieser legte ab in die Mitte und der freie Torsten Döpelheuer hatte kein Problem zum 1:0 einzuschieben. Schock für die Germanen, Rieder geht aus dem nichts in Führung. Doch Gernrode ließ sich zunächst nicht aus dem Konzept zu bringen, man blieb weiter die technisch bessere Mannschaft und drängte den Gegner in die eigene Hälfte. In der 25. Minute musste dann Rieder’s Schlussmann Nils Schalanda sein Können zeigen, nach einem Robert Balser Freistoß klärte er den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Die anschließende Ecke bringt dann wieder Gefahr für das Grün Weiße Tor. Marcel Zinke kommt völlig frei zum Kopfball, aber der Ball geht am Tor vorbei. Gernrode blieb weiter spielbestimmend, der Gegner fand fast nur in der Defensive statt. In der 36. Minute dann ein Kuriosum, als Germanias Sebastian Brand mit dem Ball in Richtung Tor war lag auf einmal Schiedsrichter Uwe Wille im Mittelkreis. Der hatte sich anscheinend am Oberschenkel verletzt und pfiff die Aktion ab. Wille konnte auch nicht weiter machen und so übernahm sein Assistent Thomas Ratschat die Spielleitung. Die letzte Möglichkeit vor dem Pausenpfiff hatte wieder einmal Gernrode, aber auch Manuel Franke fand mit seiner Direktabnahme nicht den Weg ins Tor. Also hieß es zur Pause 1:0 für die Hausherren.

Die zweite Hälfte begann mit einem Kopfball von Rieders Christoph Lindenberg, der Ball ging aber am Kasten von Julian Nebe vorbei (48.). Dann wieder dasselbe Bild wie in Halbzeit 1, Gernrode war technisch klar besser und machte Druck auf das Grün Weiße Tor. Robert Balser war in der 54. Minute wieder mit einem Freistoß, der für Gefahr sorgte, doch auch dieser Versuch ging knapp drüber. In der 56. Minute war es dann soweit und die zahlreichen Germanen Fans konnten jubeln. Michael Umgelder konnte aus dem Gewühl den Ball über die Linie zum 1:1 drücken. Der Ausgleich war völlig verdient und eigentlich auch überfällig. In der 61. folgte der nächste gute Schuss von Steffen Lilienthal, der den Ball aber rechts am Tor vorbei setzte. Jetzt hofften die Anhänger der Germanen, dass man jetzt die klaren Feldvorteile in Tore umsetzen kann, doch es sollte anders kommen. Die Germanen standen sehr hoch in der Abwehr, wieder ist man nicht Konsequent im Zweikampf und der Ball wird von Rieders Max Meyer in die Spitze gespielt. Dort kam es zum Laufduell zwischen Lucas Ullrich und Torsten Döpelheuer und bevor auch der heraus stürmende Julian Nebe eingreifen konnte, schiebt Ullrich den Ball am eigenen Keeper ins Tor. Wieder geht Rieder aus dem nichts in Führung und es steht 2:1 (66.). Völlig fassungslos steht das Trainergespann der Germanen Steffen Morcinek und Ralph Kuhmann an der Seitenlinie nach diesem Tor, doch man versucht das eigene Team wieder nach vorne zu peitschen. Doch jetzt witterte Rieder natürlich die Chance und Christoph Lindenberg versuchte nachzulegen, der Schuss konnte aber von Julian Nebe am Pfosten vorbei gelenkt werden (69.). Die Germanen spielten jetzt leider sehr oft mit hohen langen Bällen, so dass man seine schnellen Stürmer nicht richtig einsetzen konnte. Man blieb zwar optisch spielbestimmend, doch jetzt ging etwas das technisch saubere Spiel flöten. In der 77. Minute dann wieder Rieder, Abermals ging Gernrode pomadig in den Zweikampf und griff Christoph Lindenberg nur halbherzig an, dieser zog von der Strafraumgrenze ab und verwandelte mit einem wunderschönen Schuss da 3:1. Und wieder schauten sich die Germanen verdattert an. Die letzten 10 Minuten versuchte man es dann eher mit der Brechstange. In der Nachspielzeit wurde dann Marcus Dömel gelegt und Schiri Ratschat entschied noch einmal auf Strafstoß. Steffen Lilienthal verwandelte dieser souverän zum 3:2. Doch es war zu spät, denn kurz darauf pfiff der Schiedsrichter das Derby ab. Rieder konnte 3:2 gewinnen und die Germanen haben den größten Anteil an dem verlorenen Spiel. Glückwunsch an die Grün Weißen, die wahrscheinlich selber etwas überrascht vom Verlauf des Spiels waren.

Als Fazit muss man sagen, auch wenn man gegen den Tabellenführer, ein paar Tage zuvor, geglänzt hat, ist es umso fraglicher, wie man gegen ein klar schwächeren Gegner die Punkte abgibt. Man war zwar das bessere Team, doch am Ende bringt es wenig. Wie schon gegen Neinstedt schaffen es die Germanen nicht ihre Dominanz in Tore umzusetzen. Daran muss man unbedingt arbeiten, denn sonst versinkt man im Hagental nur noch im Mittelmaß der Tabelle.

Germania: Nebe, Dömel, Höffgen, Franke, Umgelder, Zinke, Lilienthal, Schulze, Möckel (55. Ullrich), Brand (46. Bunzel), Balser (80. Pose)
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